Würdigung des Lebenswerkes eines großen Relativitätsforschers

Prof. Dr. Jürgen Ehlers erhält in Italien Volta-Medaille in Gold

9. Mai 2005
Prof. Dr. Jürgen Ehlers

Für seinen Beitrag zur Relativitätsforschung erhielt Prof. Jürgen Ehlers jetzt von der italienischen Universität Pavia die Volta-Medaille in Gold. Damit wurde er für sein Lebenswerk sowie seinen großen Einfluss auf die heutige Relativitätsforschung geehrt. In seiner Laudatio würdigte Prof. Sergio Ratti die Gemeinsamkeiten von Jürgen Ehlers und dem italienischen Physiker Alessandro Volta, die er als große Wissenschaftler und geachtete Lehrende bezeichnete.

Die Verleihung der Medaille erfolgte im Rahmen der international hochrangig besetzten Konferenz „Spacetime in Action“ an der Universität Pavia. Die Universität der Stadt Pavia, in der Albert Einstein kurz lebte, feiert mit dieser Konferenz das „Jahr der Physik“ der UNESCO. In diesem Rahmen hielt Jürgen Ehlers den Eröffnungsvortrag zur Konferenz sowie zum Akademischen Jahr der Graduierten Studien.

Jürgen Ehlers ist zusammen mit Bernard Schutz Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik. Ehlers, Jahrgang 1929, studierte Physik, Mathematik und Philosophie in seiner Geburtsstadt Hamburg. Er promovierte bei Pascual Jordan, arbeitete von 1965 bis 1971 in den USA und forscht seitdem an den physikalischen Problemen der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Kosmologie. Ehlers ist seit 1998 emeritiert, aber nach wie vor wissenschaftlich aktiv.

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