Gravitationswellen-Astronomie in O3 und darüber hinaus

Aktuelle Informationen zur Gravitationswellen-Astronomie und Kompetenzen am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover und Potsdam.

Gemeinsamer Beobachtungslauf O3

Am 1. April 2019 begannen die beiden LIGO-Instrumente, der Virgo- und der GEO600-Detektor ihren dritten Beobachtungslauf „O3“. KAGRA nahm zum Ende des Beobachtungslaufs ebenfalls teil. Die Empfindlichkeit der Detektoren wurde in den Monaten zuvor und in den vorangegangenen Testläufen weiter erhöht. 

Im Oktober 2019 wurde O3 nach der ersten Hälfte (O3a) für einen Monat für Arbeiten an den Detektoren unterbrochen. Die zweite Hälfte des Beobachtungslaufs (O3b) wurde am 27. März 2020 wegen der Covid-19-Pandemie vorzeitig beendet.

Ergebnisse aus O3

Der neue Gravitationswellenkatalog enthält 35 neue Signale mehr

Erster sicherer Nachweis dieser seltenen Ereignisse mehr

Neuer LIGO/Virgo-Katalog enthält 50 Gravitationswellensignale, davon mehrere aus ungewöhnlichen Quellen mehr

Nächster Beobachtungslauf: O4

LIGO, Virgo und KAGRA arbeiten eng zusammen, um gemeinsam in den vierten Beobachtungslauf „O4“ zu starten. O4 soll trotz lokaler und globaler Widrigkeiten Mitte Dezember 2022 beginnen.

LIGO erwartet eine Empfindlichkeit mit der verschmelzende Neutronensterne in Entfernungen von bis zu 160-190 Mpc aufgespürt werden können. Virgo geht von 80-115 Mpc aus. KAGRA sollte zu Beginn von O4 mit einer Empfindlichkeit von mehr als 1 Mpc laufen und wird daran arbeiten, die Empfindlichkeit gegen Ende von O4 zu verbessern.

AEI-Abteilungen und -Forschungsgruppen der LIGO Scientific Collaboration

Forscher:innen der LIGO-Scientific-Kollaboration am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam und Hannover sowie an der Leibniz Universität Hannover sind führende Partner in der internationalen Gravitationswellenforschung.

Andere relevante Abteilungen und Forschungsgruppen am AEI

“LIGO/Virgo public alerts” während O3

In O3, dem dritten gemeinsamen Beobachtungslauf der Gravitationswellen-Detektoren werden mögliche Gravitationswellensignale (Kandidaten für Verschmelzungen von Doppelsystemen), die von den Forschenden der LIGO-Scientific- und Virgo-Kollaborationen identifiziert wurden, nahezu in Echtzeit als „LIGO/Virgo public alerts“ veröffentlicht. Dazu zählen Daten über die Kandidaten, wie die Art des Signals, die Himmelsposition und die geschätzte Entfernung. Professionelle Astronom*innen und Amateurastronom*innen können mit den öffentlichen Beobachtungshinweisen Folgebeobachtungen von Gravitationswellensignalen planen.

Status der Detektoren

Der tagesaktuelle Status aller Gravitationswellen-Observatorien, ihre Empfindlichkeitskurven und astronomischen Reichweiten sind im Gravitational Wave Open Science Center verfügbar.

Materialien

Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik kann eine Reihe schöner Bilder, Filme und Visualisierungen von numerischen Computersimulationen zur Verfügung stellen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie auf der Suche nach Bildern oder Filmen zur Illustration Ihrer Artikel über unsere Forschung sind. Besuchen Sie auch unseren YouTube-Kanal. mehr

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