Sonderkolloquium

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Sonderkolloquiums-Vortrag von Jocelyn Bell Burnell: What is that? The discovery of pulsars - a graduate student's story

  • Datum: 12.12.2018
  • Uhrzeit: 14:00 - 15:30
  • Ort: Hauptgebäude Max-Planck-Campus Potsdam-Golm
  • Raum: Hörsaal
Dame Jocelyn Bell Burnell hält einen Sonderkolloquiumsvortrag mit dem Titel "What is that? The discovery of pulsars - a graduate student's story." In ihrem Vortrag wird sie die Entdeckung der Pulsare und deren extreme Physik beschreiben.

Als Doktorandin an der University of Cambridge leistete Jocelyn Bell Burnell 1967 grundlegende Beiträge zur Entdeckung der ersten Radiopulsare. 1974 wurde diese Entdeckung mit dem Nobelpreis für Physik für ihren Doktorvater Antony Hewish und den Astronomen Martin Ryle gewürdigt. Es war das erste Mal, dass der Preis für astronomische Forschung vergeben wurde.

Im Laufe ihrer Karriere untersuchte Jocelyn Bell Burnell hochenergetische astrophysikalische Phänomene, darunter Neutronensterne und binäre Sternensysteme. Sie führte Beobachtungen in einem breiten elektromagnetischen Wellenlängenbereich von Radio- bis Gammastrahlung durch. Sie war an der University of Southampton, dem University College London, dem Royal Observatory, Edinburgh und der University of Bath tätig und ist derzeit Gastprofessorin für Astrophysik an der Oxford University.

Jocelyn Bell Burnell wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet - zuletzt erhielt sie 2018 den Special Breakthrough Prize in Fundamental Physics: Das Preiskomitee zitiert sowohl ihre "Detektion von Radiosignalen von sich schnell drehenden, superdichten Neutronensternen", als auch ihre "lebenslange inspirierende wissenschaftliche Führung". Bell Burnell übergab das Preisgeld von drei Millionen Dollar an das Institute of Physics, um Doktorandenstipendien für Studierende aus in der Physik unterrepräsentierten Gruppen zu finanzieren.

1999 wurde Bell Burnell zum Commander of the Order of the British Empire for services to Astronomy ernannt und 2007 zur Dame Commander of the Order of the British Empire in den persönlichen Adelsstand erhoben.

Von 2002 bis 2004 war sie Präsidentin der Royal Astronomical Society; von 2008 bis 2010, sowie Anfang 2011 Präsidentin des Institute of Physics.

 
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