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Dr. Elke Müller
Pressereferentin AEI Potsdam-Golm
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AEI präsentiert neueste Möglichkeiten des Grid-Computing und Einstein@Home vom 10. – 16. März 2005 auf der CeBIT

9. März 2005

Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) hat sich als deutsches Kompetenzzentrum für Computerforschung etabliert. Im Rahmen der CeBIT präsentiert das Institut die neuesten Möglichkeiten des Grid-Computing sowie Einstein@Home auf dem Stand der Bundesregierung und lädt ein zur

Computersimulation einer Kollision von zwei Schwarzen Löchern
am Sonntag, 13. März 2005 um 14:00 Uhr
im Future Parc, Halle 9, Stand B 43

Was passiert, wenn zwei Schwarze Löcher miteinander kollidieren und verschmelzen? Wissenschaftler des AEI habe diese kosmische Katastrophe auf der Grundlage von Einsteins Gleichungen berechnet und mit Hilfe numerischer Simulationen sichtbar gemacht. Dies erfordert enorme Rechenkapazitäten, die mit Hilfe des Grid-Computing – der effizienten Nutzung weltweit verteilter Computerressourcen – ermöglicht und auf der CeBIT demonstriert werden. Gesteuert wird die Simulation der Kollision zweier Schwarzer Löcher über das am AEI entwickelte GridSphere Portal, die entstehenden Daten werden online visualisiert.

Das AEI ist federführend an der Entwicklung und Optimierung des Grid-Computing beteiligt. Im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten GridLab-Projektes (http://www.gridlab.org) werden am AEI beispielsweise Kerntechnologien wie das Grid Application Toolkit, das Gridsphere Portal Framework (http://www.gridsphere.org), sowie das modulare Softwarepaket Cactus (http://www.cactuscode.org) entwickelt. Das GridLab-Projekt ist eines der größten europäischen Forschungsprojekte mit dem Ziel, Anwendungsmöglichkeiten und Middleware für das Grid-Computing zu entwickeln. Im Mittelpunkt des dynamischen Einsatzes von Computerressourcen stehen die optimale Verteilung und Überwachung, das Datenmanagement, Sicherheit und Information.

Einstein@Home - Distributed Computing im Dienste der Astrophysik
Einen spannenden und für Jeden möglichen Zugang zur astrophysikalischen Grundlagenforschung bietet Einstein@Home (http://einstein.phys.uwm.edu). Es ist eines der bedeutendsten Projekte im World Year of Physics, das von den Vereinten Nationen ausgerufenen wurde. Einstein@Home ermöglicht es, ein weltweites PC-Netzwerk in die Suche nach Gravitationswellen einzubinden. Private User können ihre Computerressourcen in Zeiten des „Leerlaufs“ den Gravitationswellenforschern zur Verfügung stellen, um die enormen Datenmengen des deutsch-britischen Gravitationswellendetektors GEO600 in Ruthe bei Hannover und der drei amerikanischen LIGO-Detektoren auszuwerten. Benötigt werden Rechnerkapazitäten, die selbst mit den größten derzeit verfügbaren Superrechnern nicht abgedeckt werden können. Hunderttausende von Heimcomputern können diese Rechenleistung jedoch erbringen.

Seit dem Start von Einstein@Home am 19. Februar 2005 haben sich bereits über 50.000 User aus 111 Ländern angemeldet und insgesamt schon 2,5 Millionen CPU-Stunden zur Verfügung gestellt.

Sowohl Einstein@Home als auch das Grid-Computing sind wichtige Instrumente, mit deren Hilfe die von Albert Einstein begründeten Forschungsfelder fortgeführt und ganz neue Fenster ins Universum geöffnet werden können. Es gilt jetzt insbesondere, die letzte noch offene Frage nach dem direkten Nachweis von Gravitationswellen zu beantworten.

Weitere Informationen und Abbildungen stellen wir gern zu Verfügung.

Ansprechpartner auf der CeBIT
für Grid-Computing und numerische Simulationen:
Robert Engel, engro@aei.mpg.de
Frank Herrmann, herrmann@aei.mpg.de
Michael Russell, michael.russell@aei.mpg.de

für Einstein@Home:
Bernd Machenschalk, bernd.machenschalk@aei.mpg.de

 
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