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Dr.  Benjamin  Knispel
Dr. Benjamin Knispel
Pressereferent AEI Hannover
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Pfeifende Neutronensterne: Relativistische Phänomene im Planetarium Mannheim

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) präsentiert aktuelle Forschungsprojekte in einer Ausstellung

26. März 2009

Wer einen Computer mit Internetanschluss hat, kann sich ab sofort an der Suche nach Radiopulsaren beteiligen: Einstein@Home (http://www.einstein.phys.uwm.edu), ein internationales Projekt zur Auswertung wissenschaftlicher Daten, analysiert seit neuestem auch die Daten des Radioteleskops in Arecibo (Puerto Rico) und sucht darin nach den entsprechenden Signalen. Im Mannheimer Planetarium können die Besucher bis Ende Mai 2009 mehr über dieses Projekt und die Suche nach Gravitationswellen und Radiopulsaren erfahren.

Interaktive Astrophysik
Im Mannheimer Planetarium wird erstmals eine am AEI Hannover entwickelte interaktive Simulation zu sehen sein: sie zeigt ein Doppelsternsystem, bei dem einer der beiden Partner ein Pulsar ist – ein schnell rotierender Neutronenstern mit starkem Magnetfeld. Die Besucher können die Eigenschaften des Pulsars wie die Masse, die Rotationsfrequenz, die Achsenneigungen oder die Größe der Umlaufbahn verändern und beobachten, welchen Einfluss dies auf die abgestrahlten Radiopulse hat.

In einem Quiz können die Besucher Signale von Gravitationswellen identifizieren und sich diese auch anhören. Die eigentlich unhörbaren Signale haben Frequenzen im Audiobereich. Gibt man die elektrisch umgewandelten Signale auf einen Lautsprecher, so werden die Pfeif- und Zirpgeräusche des Kosmos hörbar.

Ein anderes Exponat erläutert, wie am Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe bei Hannover Gravitationswellen gemessen werden. Diese winzigen Verzerrungen der Raumzeit strecken den Raum in der einen Richtung und stauchen ihn senkrecht dazu. Diese Längenänderungen lassen sich mit einem Michelson-Interferometer beobachten, der in der Ausstellung von den Besuchern selbst ausprobiert werden kann.

Diese und andere Experimente und Interaktionen sind bis Ende Mai im Mannheimer Planetarium zu sehen.
Adresse:
Wilhelm-Varnholt-Allee 1
68165 Mannheim

 
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