Die Hintergrundgeschichte

25 Jahre Albert-Einstein-Institut!

Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) wurde 1995 von der Max-Planck-Gesellschaft gegründet, um Grundlagenforschung zur Gravitationsphysik zu betreiben. Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert und möchten unser Jubiläum mit heutigen und früheren Mitarbeiter*innen, Wissenschaftler*innen sowie Freundinnen und Freunden feiern.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie haben wir beschlossen, die Feierlichkeiten auf 2021 zu verschieben. Ein Datum wird noch festgelegt.

Hans Zacher, damaliger Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, bei der Einweihung des Instituts. Bild vergrößern
Hans Zacher, damaliger Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, bei der Einweihung des Instituts.

Die Gründung des AEI fiel in eine Zeit, in der das Interesse an und die Bedeutung von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie, die die Gravitation beschreibt, enorm zunahmen. Während der ersten 50 Jahre, nachdem Einstein 1915 seine Theorie vorgeschlagen hatte, bemühten sich Mathematiker*innen und Physiker*innen, Techniken zu entwickeln, um die Geheimnisse der Gleichungen zu entschlüsseln und zuverlässige physikalische Vorhersagen zu machen. Keine physikalische Theorie war mathematisch so anspruchsvoll wie die Allgemeine Relativitätstheorie. Aber die in den 1960er und 1970er Jahren abgeschlossenen Arbeiten stellten die Theorie auf eine solide Grundlage: Theoretiker*innen verstanden Schwarze Löcher, Gravitationswellen, Gravitationslinsen und Kosmologie gut genug, um verlässliche Vorhersagen machen zu können.

Die beiden Gründungsdirektoren des Instituts: Jürgen Ehlers (links) und Bernard Schutz (rechts). Bild vergrößern
Die beiden Gründungsdirektoren des Instituts: Jürgen Ehlers (links) und Bernard Schutz (rechts).

Von Anfang an strebten die Gründungsdirektoren des AEI – zu dieser Zeit ein Institut, das sich ganz der Theorie widmete – die Einbeziehung von Gravitationswellen-Experimenten an: Der direkte Nachweis von Gravitationswellen war eines der wissenschaftlichen Hauptziele von Bernard Schutz und Jürgen Ehlers (verstorben 2008). Im Jahr 2002 eröffnete das Institut in enger Zusammenarbeit mit der Universität Hannover eine Zweigstelle in Hannover, die sich auf die Entwicklung von Gravitationswellendetektoren sowie auf die Datenanalyse spezialisierte. Und als 2016 der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen veröffentlicht wurde, stammten 10% der Autor*innen dieser Publikation vom AEI.

25 Jahre nach seiner Gründung ist das AEI die größte Forschungseinrichtung der Welt, die sich der Erforschung der Gravitation und der allgemeinen Relativitätstheorie widmet. An den beiden Institutsteilen in Potsdam und Hannover arbeiten etwa 400 Wissenschaftler*innen, Doktorand*innen und Studierende, sowie Mitarbeiter*nnen in Technik und Verwaltung. Ein Max-Planck-Institut ist eine langfristige Investition in ein Forschungsgebiet, und in der Gravitationsphysik sind die Zukunftsaussichten besonders spannend.

 
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