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Die Abteilung Beobachtungsbasierte Relativität und Kosmologie

Das weltweite Netz der irdischen Gravitationswellendetektoren sammelt große Datenmengen. Forscher der Abteilung Beobachtungsbasierte Relativität und Kosmologie sind das weltweit größte Team der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft, das sich auf die Datenanalyse spezialisiert hat. Sie entwickeln und implementieren fortschrittliche und effiziente Methoden, um in den Datenströmen der LIGO- und Virgo-Detektoren nach schwachen Gravitationswellensignalen zu suchen und diese anschließend zu charakterisieren. Diese Verfahren ermöglichten die erste Entdeckung von Gravitationswellen im September 2015; Mitglieder der Gruppe waren unter den ersten, die dieses Signal und die späteren GW170104 und GW170608 identifizierten. Der Großteil der weltweiten Rechenressourcen zur Analyse dieser Daten wird am AEI durch den Computercluster Atlas bereitgestellt, der aus mehr als 42.000 CPU-Kernen und 1.000.000 GPU-Kernen besteht.

Die Abteilung spielt außerdem eine führende Rolle beim verteilten freiwilligen Rechenprojekt Einstein@Home. Freiwillige aus aller Welt nehmen an der Suche nach unbekannten Neutronensternen teil, indem sie Rechenzeit auf ihren PCs, Laptops oder Smartphones bereitstellen. Einstein@Home sucht nach Neutronensternen in Daten von Gravitationswellen-Detektoren, vom Gamma-Satelliten Fermi und von großen Radioteleskopen. Mehr als 70 neue Neutronensterne sind so in den Radio- und Gammadaten entdeckt worden.

 
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