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Dr. Elke Müller
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Unsere Forschung

Am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das gesamte Spektrum der Allgemeinen Relativitätstheorie und darüber hinaus: von den riesigen Dimensionen des Kosmos bis hin zu den unvorstellbar winzigen Abmessungen der Strings.

Die Abteilung "Quantengravitation und Vereinheitlichte Theorien" unter der Leitung von Hermann Nicolai beschäftigt sich mit der Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantenmechanik zu einer Theorie der Quantengravitation, die gleichzeitig zu einer konsistenten Vereinheitlichung aller fundamentalen Naturkräfte führen sollte.

Zu den Forschungszielen der Abteilung "Astrophysikalische und Kosmologische Relativitätstheorie", die von Alessandra Buonanno geleitet wird, gehört es, die in den beobachteten Wellenformen enthaltenen einzigartigen astrophysikalischen und kosmologischen Informationen besser zu erkennen und herauszufiltern. Darüber hinaus werden grundlegende Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie überprüft.

Die Abteilung "Numerische und Relativistische Astrophysik" erforscht unter der Leitung von Masaru Shibata Verschmelzungen binärer Neutronensterne und  gemischter Binärsysteme – Doppelsterne aus einem schwarzen Loch und einem Neutronenstern – sowie kollabierende Sternenkerne, bei denen schwarze Löcher entstehen. Die Abteilung untersucht darüber hinaus grundlegende Aspekte der Allgemeinen Relativitätstheorie mit numerischen Methoden.

2002 bekam das Albert-Einstein-Institut ein Teilinstitut in Hannover. Am "Zentrum für Gravitationsphysik" arbeitet das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik eng mit der Leibniz Universität Hannover zusammen. Unter der Leitung von Karsten Danzmann widmet sich die Abteilung "Laserinterferometrie und Gravitationswellen-Astronomie" der Entwicklung von Gravitationswellendetektoren auf der Erde und im Weltall.

Bruce Allen leitet die Abteilung „Beobachtungsbasierte Relativität und Kosmologie“, die sich mit der Entwicklung und Implementierung von Algorithmen zur Datenanalyse verschiedener Quellen von Gravitationswellen beschäftigt. Die Abteilung betreibt das Projekt Einstein@Home, ein weltweites PC-Netzwerk mit mehr als 300.000 Freiwilligen. Einstein@Home analysiert die Daten der Gravitationswellendetektoren, von verschiedenen Radioteleskopen und Gammasatellitenteleskop Fermi.

Das AEI in Hannover betreibt den deutsch-britischen Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe nahe Hannover. Es ist darüber hinaus federführend an der Entwicklung des ersten satellitengestützten Gravitationswellendetektors beteiligt: „Laser Interferometer Space Antenna“ LISA und an dessen Technologiedemonstrator LISA Pathfinder.

Die komplexen Analysen der Daten des weltweiten Netzwerks von Gravitationswellendetektoren werden auf dem institutseigenen Clustercomputer Atlas durchgeführt. Atlas ist der weltgrößte Computercluster, der der Analyse von Gravitationswellendaten gewidmet ist.

Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Abteilungen gibt es am AEI in Potsdam vier unabhängige Forschungsgruppen mit den Themen Theorie der Schwarzen Löcher, Theoretische Kosmologie, Quantenfelder und -information sowie Geschichte der Quantengravitation (gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin).

Am AEI in Hannover gibt es zwei unabhängige Forschungsgruppen, von denen eine nach kontinuierlichen Gravitationswellen sucht und die andere kollidierende Binärsysteme simuliert.

 
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