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Dr.  Benjamin  Knispel
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Auszeichnung

Auszeichnung für Ingenieursteam der Advanced-LIGO-Detektoren

Paul F. Forman Team Engineering Excellence Award geht auch an sechs Mitarbeiter des Albert-Einstein-Instituts Hannover und des Laser Zentrums Hannover

9. September 2016

Das 90-köpfige Ingenieursteam der Advanced-LIGO-Detektoren hat den „Paul F. Forman Team Engineering Excellence Award 2016“ der Optical Society (OSA) erhalten. Unter den Preisträgern sind auch sechs Mitarbeiter des Albert-Einstein-Instituts und des Laser Zentrums Hannover. Das Hannoveraner Ingenieursteam hat die Hochleistungslaser von Advanced LIGO – gewissermaßen das Herz der beiden Instrumente – entwickelt, gebaut und an den LIGO-Detektoren in Betrieb genommen.

Der diesjährige Paul F. Forman Team Engineering Excellence Award zeichnet das LIGO-Ingenieursteam für die „Bewältigung einer Respekt einflößenden Liste von Herausforderungen“ und die „Verbindung von elektrischen und mechanischen Elementen fortschrittlicher Interferometrie für ingenieurstechnischen Fortschritt an den Grenzen menschlichen Strebens“ aus, so die Optical Society in ihrer Begründung.

„Wir gratulieren dem LIGO-Ingenieursteam herzlich zu dieser bemerkenswerten Leistung in der Gravitationswellen-Astronomie. LIGO ist ein total imposantes Forschungsprojekt. Das begabte Ingenieursteam von Advanced LIGO brachte eine einzigartige Mischung von optischer, mechanischer, elektrischer und Systemtechnik hervor. Der dadurch erzielte technische Fortschritt hat diese erstaunliche Leistung ermöglicht,“ sagt Alan Willner, Präsident der Optical Society.

Der Preis wird am 19. Oktober 2016 auf der jährlichen Konferenz der OSA in Rochester, New York, USA, verliehen. Dennis Coyne und GariLynn Billingsley vom California Institute of Technology werden die Auszeichnung stellvertretend für das gesamte Team entgegen nehmen.

Aus Hannover werden die folgenden Personen ausgezeichnet: Maik Frede, Gerrit Kühn, Michaela Pickenpack, Oliver Puncken, Andreas Weidner und Lutz Winkelmann.

Die Advanced-LIGO-Detektoren hatten im September 2015 den ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen erbracht. Forschende des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover und Potsdam und vom Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover haben in mehreren Schlüsselgebieten entscheidend zur Entdeckung beigetragen: mit der Entwicklung und dem Betrieb extrem empfindlicher Detektoren an den Grenzen der Physik, mit effizienten Methoden der Datenanalyse, die auf leistungsfähigen Computerclustern laufen und mit hochgenauen Wellenformmodellen, um das Signal aufzuspüren und astrophysikalische Information daraus zu gewinnen.

 
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