Kontakt

Apl. Prof. Dr. Gerhard Heinzel
Apl. Prof. Dr. Gerhard Heinzel
Group leader
Telefon:+49 511 762-19984Fax:+49 511 762-2784

Experimente zur Interferometrie im Weltraum

Datenübertragung

Erstens müssen die Daten von den drei Satelliten mit ihren unabhängig frei laufenden Uhren auf Nanosekunden genau synchronisiert werden, und zweitens müssen gleichzeitig die Abstände zwischen den Satelliten ermittelt werden. Wir haben angefangen Optimalfilter für diesen Zweck zu entwickeln, die Kalman-Filter-ähnlich, aber unüblich sind, weil die Realzeit einer noch nicht ausgewerteten Messung nicht a priori bekannt ist, sondern stattdessen mit den zeitlichen Versätzen zwischen den Uhren verunreinigt ist, die ihrerseits Teil des unbekannten Zustandsvektors des Systems sind. Als nächster Verarbeitungsschritt kommt die wohl etablierte Technik der Zeitverzögerungs-Interferometrie hinzu. Alle derzeit vorliegenden Veröffentlichungen beruhen auf einem veralteten LISA-Layout; sie sind in einigen Aspekten – wie der absoluten Anordnung der Frequenzen – stark vereinfacht. Wir haben angefangen, die Gleichungen für realistischere Szenarios neu zu schreiben, und wir werden numerische Simulationen zu ihrer Bestätigung durchführen.

Bau eines Prototypen der optischen Bank von LISA

Die Demonstration des Phasenlockings mit einer Sub-nW-Leistung und die Studie einer alternativen LTP-ähnlichen Frequenzstabilisierung als Rückfalloption für LISA ist auch Teil unserer Forschung. Das größte Projekt ist der Test eines vollständigen Prototypen der optischen Bank von LISA; dafür haben wir einen Vertrag mit der ESA als Teil eines Teams mit Astrium, Glasgow und TNO. Unsere Rolle besteht darin, Testapparaturen zu bauen und Tests durchzuführen.

 
loading content
Zur Redakteursansicht