Geschichte des Instituts

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Die Geschichte des AEI Hannover

Das Albert-Einstein-Institut (AEI) in Hannover ist ein enger Zusammenschluss des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover und dem Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover.

Das AEI in Hannover entstand ursprünglich aus dem Institut für Atom- und Molekülphysik (AMP) der Universität Hannover, das 1979 durch die Fakultät für Physik gegründet wurde. Es beinhaltete drei Sektionen: die Sektion für Spektroskopie, die Sektion für Plasmaphysik und die Sektion für Atomare Prozesse. Die Sektion für Spektroskopie stellte die Nachfolge des Instituts für Experimentalphysik A dar. Unter der Leitung von Prof. Dr. A. Steudel wurde hauptsächlich an der Spektroskopie freier Atome und Moleküle geforscht.

Seit dem 1. April 1993 ist Prof. Dr. Karsten Danzmann der Leiter der Sektion für Spektroskopie. Er wurde mit dem Ziel berufen, ein Zentrum für experimentelle Gravitationsphysik in Hannover zu begründen. Von 1997 bis 2001 war Prof. Danzmann ebenfalls der Direktor der Außenstelle des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik (MPQ) in Hannover.

Mit dem 1. Januar 2002 wurde das AMP als Abteilung des neugegründeten Zentrums für Gravitationsphysik eingegliedert. Die andere Hälfte des Zentrums besteht aus dem ebenfalls neugegründeten Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover (Albert-Einstein-Institut; AEI). Die Arbeit des AEI Hannover konzentriert sich auf die experimentellen Aspekte der Gravitationswellendetektion und die notwendige Datenanalyse-Verfahren. Die Arbeit des Schwesterinstituts in Potsdam befasst sich mit den theoretischen Aspekten und den mathematischen Strukturen von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.

Die Forschung am AEI Hannover umfasst heute Probleme der Quantenphysik (Kohärenzeffekte, Weißlicht-Resonatoren, gequetschtes Licht, Lichtverstärkung ohne Inversion, Heisenberg-Limit), Kontroll-Elektronik (hochstabile Laser-Systeme, aktive Schwingungsdämpfung, adaptive Optik) und Gravitationsphysik (Weiterentwicklung des Gravitationswellendetektors GEO600, Messung seiner Empfindlichkeit und Analyse der Messdaten).

Am AEI Hannover werden außerdem neue Methoden entwickelt, um die schwachen Signale aus den Datenströmen von Gravitationswellendetektoren zu extrahieren. Dabei entwickelt die Abteilung des Direktors Prof. Dr. Bruce Allen seit 2007 Methoden, um nach vielen verschiedenen Gravitationswellensignalen zu suchen und implementiert diese Verfahren auf leistungsfähigen Großrechnern. Zu den Signalen zählen Gravitationswellen-Ausbrüche (bursts), stochastische Rauschquellen (stochastic gravitational waves) und Signale von der Annäherung und Verschmelzung kompakter Himmelskörper (inspirals) in den Daten der erdgebundenen Gravitationswellen-Detektoren. Die Suche nach kontinuierlichen Gravitationswellen (continuous waves) wird in einer permanenten unabhängigen Forschungsgruppe betrieben.

 
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