Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut)
Ovale Umlaufbahn wirft neues Licht auf die Verschmelzung von Schwarzen Löchern und Neutronensternen
Bahnbrechende Entdeckung liefert neue Hinweise darauf, wie diese Himmelskörper einander finden.
11. März 2026
Künstlerische Darstellung eines Doppelsternsystems aus einem Neutronenstern und einem Schwarzen Loch, die einander auf einer exzentrischen Bahn umkreisen. Die Bahn des Neutronensterns ist blau, die des Schwarzen Lochs orange dargestellt. Die hier gezeigte exzentrische Bahn ist im Vergleich zum realen System GW200105 übertrieben, um den Effekt auf die Umlaufbewegung deutlicher zu machen.
Künstlerische Darstellung eines Doppelsternsystems aus einem Neutronenstern und einem Schwarzen Loch, die einander auf einer exzentrischen Bahn umkreisen. Die Bahn des Neutronensterns ist blau, die des Schwarzen Lochs orange dargestellt. Die hier gezeigte exzentrische Bahn ist im Vergleich zum realen System GW200105 übertrieben, um den Effekt auf die Umlaufbewegung deutlicher zu machen.
Wissenschaftler*innen haben den ersten konkreten Beweis dafür gefunden, dass ein Schwarzes Loch und ein Neutronenstern kurz vor ihrer Verschmelzung nicht, wie bisher angenommen, auf einer perfekten Kreisbahn, sondern auf einer ovalen Umlaufbahn umeinander kreisen. Diese Entdeckung stellt langjährige Annahmen darüber infrage, wie diese kosmischen Paare entstehen und sich entwickeln. Heute veröffentlichte das Team aus Forschenden der Universität Birmingham, der Universidad Autónoma de Madrid und des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal Letters.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung der Universität Birmingham.
Ein internationales Team hat mit wesentlichen Beiträgen von AEI-Forschenden erstmals drei Gravitationswellen-Töne im Signal GW250114 identifiziert und die bislang präzisesten Tests der Relativitätstheorie durchgeführt.
Eine Studie, publiziert in Physical Review X von AEI-Forschenden zeigt, dass selbst die fortschrittlichsten Wellenformmodelle systematische Fehler verursachen können, wenn mit ihnen wichtige Eigenschaften von Schwarzen Löchern bestimmt werden.
Vom 20. bis 22. Oktober 2025 treffen sich internationale Expert*innen am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam, um die Geschichte und Entwicklung des relativistischen Zwei-Körper-Problems zu untersuchen.
Forschende des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik und der Leibniz Universität Hannover leisten wichtige Beiträge zur Entdeckung und Analyse neuer Gravitationswellen-Kandidaten im Rahmen der LIGO-Virgo-KAGRA-Kollaboration.
Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam ist Teil des Netzwerks mit dem Ziel, die in Gravitationswellen-Daten verborgenen Geheimnisse zu entschlüsseln.