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An dem 10m-Prototyp-Interferometer entwickeln und testen Wissenschaftler neue Technologien für künftige laserinterferometrische Gravitationswellendetektoren. Der Bau der Testanlage mit einem Ultra-Hochvakuumsystem (UHV) bei einem Druck von 10-8 mbar wurde vor drei Jahren begonnen. Die gesamte Infrastruktur und die Elektrikinstallation sind fertiggestellt, das Labor ist mit optischen Tischen ausgestattet. Außerdem ist der Kontrollraum für die digitale Datenüberwachung und -aufnahme nahezu vollständig ausgerüstet. Die komplette Pumpinfrastruktur und das große UHV-System sind installiert und gewährleisten einen Basisdruck von 10-8 mbar.
Die Vakuumtanks werden zur seismischen Isolierung mit speziellen optischen Tischen ausgestattet. Diese Tische stehen auf invertierten “Pendelbeinen” und geometrischen Antifedern, und erreichen damit eine Isolation von mehr als 80db. Mit dem Einbau der optischen Tische wurde bereits begonnen. Die virbrationsisolierten Tische sollen mit einem Interferometer verbunden werden, das über aktive Rückkopplung verfügt, um effektiv eine große starre Plattform zu bilden. Das Interferometer soll mit einem Jod-stabilisierten ND:YAG-Laser und einem Phasenmeter, dessen Designgrundlage von LISA Pathfinder übernommen wurde, betrieben werden.
Das erste größere Experiment, das mit dem Prototyp-Interferometer durchgeführt werden soll, sind Messungen unterhalb der Quantengrenze. Das Interferometerdesign dafür beruht auf dem Michelsonprinzip mit Khalili-Resonatoren, um thermisches Rauschen zu unterdrücken. Die Designphase wurde 2009 abgeschlossen, das Experiment selbst befindet sich noch in der Aufbauphase.
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