Die Abteilung Laserinterferometrie und Gravitationswellen-Astronomie

Wissenschaftler der Abteilung Laserinterferometrie und Gravitationswellen-Astronomie spielen eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung von modernsten Technologien für Gravitationswellen-Observatorien. Zusammen mit britischen Kollegen betreiben sie den Gravitationswellen-Detektor GEO600. Viele der Methoden, die zuerst am AEI eingesetzt wurden, werden nun in allen großen Observatorien der LIGO-Scientific- und der Virgo-Kollaborationen verwendet und haben deren Empfindlichkeit signifikant erhöht.

Das AEI ist die weltweit führende Forschungseinrichtung bei der Entwicklung der Laser Interferometer Space Antenna (LISA), ein Gravitationswellen-Observatorium im All, das im Jahr 2034 starten soll. LISA wird aus drei Satelliten bestehen, die Millionen Kilometer lange Laserarme aufspannen. Damit kann es Gravitationswellensignale aus dem gesamten Universum, möglicherweise sogar vom Urknall, nachweisen.

Die für Gravitationswellen-Detektoren entwickelte Laserinterferometrie wird nun auch zum Nutzen der Erde eingesetzt. Die deutsch-US-amerikanische GRACE-Follow-On-Mission wird durch Überwachung des irdischen Schwerefelds Änderungen der Wasservorräte unseres Planeten beobachten. Das AEI trägt auf deutscher Seite die Verantwortung für das Laser Ranging Interferometer an Bord von GRACE Follow-On. 

 
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