Die Abteilung Laserinterferometrie und Gravitationswellen-Astronomie

Nach jahrzehntelanger Forschung sind die Experimentalphysiker in der Gravitationswellenforschung endlich am Ziel: Die heutigen Observatorien haben die für eine direkte Messung von Gravitationswellen erforderliche Empfindlichkeit erreicht. Der erste Nachweis einer Gravitationswelle im September 2015 hat dies eindrucksvoll bestätigt. An dieser Entwicklung sind die Wissenschaftler der Abteilung „Laserinterferometrie und Gravitationswellen-Astronomie“ weltweit federführend beteiligt. Sie betreiben zusammen mit britischen Kollegen das Gravitationswellen-Observatorium GEO600 und entwickeln dabei neue Spitzentechnologien: Leistungsstarke und extrem stabile Laser, sogenanntes gequetschtes Laserlicht mit besonderen Quanteneigenschaften, raffinierte Schwingungsdämpfung und innovative Detektorlayouts. Viele dieser am AEI entwickelten Methoden werden inzwischen im Rahmen der internationalen „LIGO Scientific Collaboration“ weltweit an allen großen Gravitationswellen-Observatorien verwendet und erhöhen deren Empfindlichkeit signifikant.

Das spektakulärste Projekt zur Gravitationswellendetektion ist sicherlich LISA, die „Laser Interferometer Space Antenna“ – ein Gravitationswellen-Observatorium im Weltall. Das AEI ist die weltweit führende Forschungseinrichtung bei der Entwicklung des Projekts, das zwischen drei Satelliten Laserarme von Millionen Kilometern Länge aufspannen soll. Damit wird LISA empfindlich genug sein, um Gravitationswellensignale aus dem gesamten Universum – möglicherweise sogar vom Urknall – zu hören.

 
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