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Hochleistungsrechner Atlas

Computercluster Atlas

Der Computercluster Atlas ist der weltweit leistungsfähigste zur Gravitationswellen-Datenanalyse genutze Großrechner.

Atlas wurde im Mai 2008 eingeweiht und bestand zu diesem Zeitpunkt aus 1344 Quadcore-Rechenknoten. Einen Monat später zog er auf Platz 58 in der Top-500-Liste der schnellsten Rechner der Welt ein; damit war er außerdem der sechstschnellste Computer in Deutschland.

Er war zudem der schnellste Computer der Welt, der Ethernet als Netzwerktechnologie einsetzte. Dies ist bemerkenswert, weil Ethernet eine relativ preiswerte Netzwerktechnologie ist. Die schnelleren Computer der Top-500-Liste nutzen allesamt deutlich teurere Verbindungen wie Infinband oder andere proprietäre Technologien. In anderen Worten: gemessen am Preis-Leistungsverhältnis war Atlas weltweit führend. In Anerkennung dafür erhielt Atlas einen „InfoWorld 100 Award“ als eine der 100 besten IT-Lösungen im Jahr 2008.

Atlas umfasst in der gegenwärtigen Ausbaustufe mehr als 2500 Rechnerknoten mit jeweils 4, 6 oder 26 physikalischen CPU-Kernen. Zusätzlich sind 2000 GPUs installiert, auf denen zusätzlich dedizierte Programme laufen können. Insgesamt besitzt der Cluster mehr als 5 Petabyte Festplattenkapazität und 4,5 Petabyte Bandspeicherplatz zur Archivierung. Atlas erreicht eine extrapolierte Spitzenrechenleistung von mehr als 1 PetaFLOP/s (Billiarden Berechnungen pro Sekunde). Um alle Rechner zu verbinden, wurden insgesamt etwa 15 km handelsübliche Ethernet-Kabel verwendet. Die Gesamtkapazität des Netzwerkes liegt bei etwa 20 Terabit pro Sekunde. Derzeit sind mehr als 1000 Forschende als Nutzer angemeldet.

Atlas ist der leistungsfähigste Computercluster in der LIGO Scientific Collaboration. Er stellt rund die Hälfte der gesamten in der Kollaboration verfügbaren Rechenleistung bereit. Seit dem Beginn des zweiten Beobachtungslaufs O2 hat Atlas rund 70 Millionen CPU-Kernstunden zur Datenanalyse in der LIGO Scientific Collaboration beigetragen.

Das Atlas Wiki ist hier verfügbar.

 
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