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Soziale Medien

Verteiltes Rechenprojekt

Einstein@Home

Einstein@Home ist eines der weltgrößten verteilten Rechenprojekte mit mehr als 440.000 freiwilligenTeilnehmern. Deren Computer erreichen zusammen eine Gesamtrechenleistung von durchschnittlich rund 1,7 PetaFlop/s. In der Top-500-Liste (vom Nov. 2016) hätte Einstein@Home einen Platz unter den 60 schnellsten Rechnern der Welt.

Bei Einstein@Home mitmachen!

Einstein@Home arbeitet mit der anderweitig ungenutzten Rechenzeit auf den Heim- und Bürorechnern von Freiwilligen aus aller Welt. Mit der gespendeten Rechenkraft sucht das Projekt nach schwachen astrophysikalischen Signalen von rotierenden Neutronensternen, auch als Pulsare bezeichnet. Einstein@Home durchsucht Daten der LIGO Gravitationswellen-Detektoren, von den Radioteleskopen in Arecibo und Parkes und vom Gammasatelliten Fermi.

Die Einstein@Home-Freiwilligen haben bereits mehr als 70 neue Neutronensterne entdeckt, und wir hoffen noch viele weitere in der Zukunft zu finden. Unser Langzeitziel ist es, die erste direkte Messung von kontinuierlichen Gravitationswellen zu machen, die rotierende Neutronensterne aussenden. Albert Einstein sagte die Existenz von Gravitationswellen vor fast 100 Jahren vorher. Im September 2015 wurden sie erstmals direkt nachgewiesen. Diese Entdeckung stellt den Beginn eines neuen Zeitalters der Astronomie dar.

Einstein@Home wurde 2005 ins Leben gerufen und sucht seitdem nach den Gravitationswellen-Signalen schnell rotierender Neutronensterne in den Daten der LIGO und Virgo-Detektoren. Analyseläufe mit zunehmender Empfindlichkeit bieten immer bessere obere Grenzen für die Emission kontinuierlicher Gravitationswellen von einer galaktischen Neutronenstern-Population.

Im Frühjahr 2009 startete Einstein@Home eine neue Suche in den Daten des Arecibo Radioteleskops in Puerto Rico. Diese Suche wurde am AEI in Hannover in Zusammenarbeit mit der PALFA-Kollaboration entwickelt, die zu diesem Zeitpunkt Prof. Jim Cordes (Cornell University) leitete. Das Ziel dieser Suche ist die Entdeckung von Pulsaren in Bahnen mit Umlaufperioden von unter einer Stunde. Sie kann allerdings auch Pulsare in Systemen mit langen Umlaufzeiten und ohne Sternpartner entdecken. Dies beweisen die bislang 55 entdeckten neuen Pulsare.

Die Einstein@Home Radiopulsar-Suche läuft auch auf GPU-basierter Hardware, die Fließpunktberechnungen zwanzigfach (und darüber hinaus) schneller als konventionelle CPUs ausführen kann. Einstein@Home bietet Anwendungen für Nvidia GPUs mittels der CUDA-Entwicklungsumgebung und für ATI/AMD-Grafikkarten durch OpenCL.

Seit Mitte 2011 analysiert Einstein@Home auch Daten des Gammasatelliten Fermi und verwendet dabei innovative Methoden, die ursprünglich am AEI Hannover für Suchen nach kontinuierlichen Gravitationswellen entwickelt wurden. Bereits 18 zuvor unbekannte Gammapulsare wurden so entdeckt.

Einstein@Home ist ein Projekt des Weltjahrs der Physik 2005 and des Internationalen Jahrs der Astronomie 2009. Es wird von der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (APS) und weiteren internationalen Organisationen unterstützt.

Einstein@Home-Forschungsmeldungen

 
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