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Vortragsankündigung: Stringtheorie - ein roter Faden durch das Naturgeschehen

Dr. Oliver Schlotterer vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik hält am 26.2.2014 einen öffentlichen Vortrag bei den „Potsdamer Köpfen im Kiez“.
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Friedrich-Reinsch-Haus im Milanhorst 9, 14478 Potsdam

February 19, 2014

Strings: die kleinsten Bausteine der Materie Zoom Image
Strings: die kleinsten Bausteine der Materie

Das Naturgeschehen von intergalaktischen bis zu subatomaren Skalen wird durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie und das Standardmodell der Teilchenphysik akkurat beschrieben. Die Relativitätstheorie brauchen wir für die Beschreibung großer Massen auf möglichst großen Abständen, wie wir sie im Weltall vorfinden: Neutronensterne und Supernovae sind Beispiele für solche Phänomene. Die dem Standardmodell zugrundeliegende Quantenmechanik deckt die Besonderheiten auf kleinen Längenskalen ab, solange die beteiligen Massen klein bleiben. Ein klassisches Beispiel hierfür sind die Vorgänge, die in Teilchenbeschleunigern wie beim CERN untersucht werden.

Will man jedoch ein Phänomen wie den Urknall beschreiben, so geraten die beiden separaten Theorien an die Grenzen ihrer Anwendbarkeit, da sich nach dem gängigen Modell riesige Massen auf verschwindend kleinem Volumen konzentrieren. Für das Verständnis des Urknalls benötigen wir eine vereinheitlichte Theorie, die sowohl die Vorgänge auf den ganz großen als auch auf den winzig kleinen Längen- und Massenskalen beschreibt. Allerdings gelang es bis heute nicht, eine das gesamte Naturgeschehen beschreibende Theorie aufzustellen. Schon Albert Einstein selbst war mit dieser Situation nicht glücklich und suchte bis zu seinem Tod nach einer vereinheitlichten Theorie – allerdings vergeblich. Eins ist jedenfalls klar: die Suche nach einer übergeordneten „Weltformel“, die sowohl die astronomischen Vorgänge als auch die im Bereich von Quarks & Co. beschreibt, erfordert ein radikales Umdenken.

Im Vortrag wird erläutert inwiefern die Stringtheorie eine vereinheitlichende Sicht auf die Grundkräfte der Natur anbietet. Sowohl die Gravitation als auch die elektromagnetischen und (sub)atomaren Wechselwirkungen werden als ein Tanz von vibrierenden Saiten beschrieben. Dieser wirft unausweichlich die Frage nach weiteren, bis dato unbeobachteten Raumdimensionen auf, die eine geometrische Erklärung für einige Phänomene liefern können. Mit seinem Vortrag wird Oliver Schlotterer einen anschaulichen Eindruck von zentralen Aspekten der Stringtheorie vermitteln.

Dr. Oliver Schlotterer erforscht am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik die Stringtheorie. Zoom Image
Dr. Oliver Schlotterer erforscht am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik die Stringtheorie.

Dr. Oliver Schlotterer
studierte Physik und Mathematik in Tübingen, Konstanz und Cambridge. Nach seiner Diplomarbeit an der ETH Zürich (2008) promovierte er 2011 am Max-Planck-Institut für Physik (Werner-Heisenberg-Institut) in München. Anschließend hatte er Postdoktorandenstellen am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam und am Department of Applied Mathematics and Theoretical Physics in Cambridge inne. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) im Wissenschaftspark Potsdam-Golm. Seit seiner Doktorarbeit erforscht er die Stringtheorie.

 
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